Check-up 3

Fast genau eine Woche nach den Innenaufnahmen meines Thorax’ und Halses, stand nun wieder einmal eine Nachuntersuchung beim Onkologen statt – die Dritte.

Die Aufnahmen gingen eigentlich relativ unspektakulär vonstatten. Schon fast routiniert liess ich das Ganze über mich ergehen. Einzig mit dem Einsetzen des Venenzuganges hatte, wie auch schon öfters zuvor, der Radiologie-Assistent seine besondere Mühe. Alles andere flutschte nur so durch.. Vielleicht hätte ich vor einem Jahr die optimale Einstichstelle mit einem Pfeil als Tattoo markieren sollen 😉

Im Wartebereich des Onkologen wartend, macht man sich doch so einige Gedanken, was der Inhalt des kommenden Gesprächs wohl so alles an den Tag bringen wird. Kurzzeitig schiessen da einige erlebte Bilder, Gedanken und Gefühle durch den Kopf, die man in den letzten Monaten an diesem Ort der gewaltsamen, physischen Tiefenreinigung erleben musste. Einiges was nicht unbedingt Schmetterlinge in den Bauch zaubert, sondern eher einem Geschwader angreifender Düsenflieger gleich kommt.

Nach einer gefühlten Ewigkeit des Wartens mussten wir feststellen, dass ich doch schon lange an der Reihe sein sollte, die vereinbarte Portspühlung durchführen zu lassen. Kurz fragend, wurde mir dann mitgeteilt, dass ich im “Labor” nicht eingetragen sei. Nach einer kurzen Rückfrage der Pflegefachfrau mit dem Onkologen, stellte sich schnell heraus, dass es sich um ein Missverständnis der beiden handelte, und schon sass ich auf dem Stuhl, die Nadel in der Brust und schon am wieder am Warten. Diesmal auf mein Blut. Dieses sich doch sehr viel Zeit genommen hat auch nur zum Anschein einen Tropfen herzugeben. Nichts! Nun war mir bewusst, dass jetzt eine Abfolge von gymnastischen Einlagen auf dem Behandlungsstuhl nötig sind, damit mein Körper auch nur das nötigste Quantum an Lebenssirup servieren würde.

Nach angestrengten dreissig Minuten der Rumturnerei zur Positionsänderung für die gegklückte Entnahme des Blutes, waren nun alle Röhrchen gefüllt und wir konnten im Sprechzimmer des Onkologen Platz nehmen. Etliche Standardfragen und Erklärungen des Fachmanns später, wurde mir erst bewusst, dass alles in Ordnung ist. Blutwerte perfekt und auf dem CT sehe man im Vergleich zu früheren Aufnahmen keine Veränderung. Das fanden wir natürlich ziemlich gut und freuten uns über diese neue Mär. Erleichtert durften wir nun den Ort der seltsamen Erfahrungen und Erlebnisse wieder verlassen. Die Frequenz der Kontrollen wurde nun auf sechs Monate gesetzt – will heissen, dass ich jetzt ein halbes Jahr lang Arztbesuchsfrei bin.

😉

4 Gedanken zu „Check-up 3

  1. Lieber Adrian,
    es tut jedes mal gut, zu lesen dass es Dir gut und alles in Ordnung ist. Du bist nun totalsaniert und ich habe nur eine Bitte: Sei bitte vorsichtig mit Dir selber.
    Bis bald wieder einmal und herzliche Grüsse
    Erna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*