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Die Beweggründe wieso, weshalb und warum ich mich für diesen Blog entschieden habe, findest du auf der Seite

Wieso?

Da ich schon mitten im Geschehen bin, folgt eine kurze* chronologische Zusammenfassung der Geschehnisse, angefangen bei den Symptomen bis jetzt. Momentan liege ich im Spital – Einzelzimmer Vollpension – und freue mich morgen hoffentlich nach Hause gehen zu dürfen. Wir schreiben das Jahr 2016 – 24. Februar .. unendliche Weiten .. aber das ist ein anderer Film.

*Nach Abschluss der Zusammenfassung ist mir aufgefallen, dass diese doch ein wenig länger ausgefallen ist als gedacht.

Was genau das Hodgkin-Lymphom ist, und vor allem welche Formen existieren, wird in der folgenden Broschüre bestens beschrieben – Hodgkin-Lymphom – meine Erklärungen würden wohl zu lange dauern .. ich bin ja schliesslich auch kein Onkologe | als Kind dachte ich immer ein Onkologe sei ein Kaffeespezialist, da im Fernsehen immer die Werbung vom Onko Kaffee kam, stellte aber im Laufe meiner Entwicklung fest, dass das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat.

Sommer 2015 | Chronische Müdigkeit – Feierabend 1800h zu Hause .. man schläft ein ..

Spätsommer 2015 | Juckreiz an den Beinen der nicht verschwindet – auch nicht nach Cremen, Salben, und ekstatischem Kratzen. Hat aber unheimlich wohl getan. Bloss die Beine haben danach ausgesehen wie nach einem Dauerlauf durch zig Brennnesselfelder.

Oktober 2015 | Körperliche Abgeschlagenheit – man kämpft sich durch den Arbeitsalltag – Lymphknoten am Hals rechts zum Teil geschwollen, verschwinden aber zeitweise wieder.

Dezember 2015 | Symptome einer Grippe – Lymphknoten beidseits geschwollen, verschwinden nicht mehr.

Urlaub für 3 Wochen Erholung über Weihnacht und Neujahr zu Hause geplant, keine Erholung, Lymphknoten beidseits massiv geschwollen.

12.Januar 2016 | Besuch beim Hausarzt, Ultraschall der Lymphknoten am Hals – Überweisung direkt zum HNO – Hals- Nasen- Ohrenarzt

2 Stunden später | Besuch beim HNO, Ultraschall der Lymphknoten, Entnahme der Lymphe eines Lymphknotens am Hals zur Diagnostik, Vorankündigung dass es bösartig sei … Mist!

15.Januar 2016 | Diagnose des HNO, klassisches Hodgkin Lymphom .. Riesenmist – Terminvereinbarung mit dem Onkologen.

16.+17.Januar 2016 | Wochenende – Zeit für Gedanken – zu viel Zeit für zu viele Gedanken – eines der speziellsten Wochenenden meines bisherigen Weges.

18.Januar 2016 | Besprechung mit dem Onkologen – Terminvereinbarungen Diagnostika zur definitiven Bestimmung des Stadiums und der Risikogruppe, das sogenannte Staging.

19.Januar 2016 | CT ganzer Körper – Injektion eines Kontrastmittels – Ich wusste gar nicht, wo am Körper man überall warm werden kann – dachte schon meine Blase sei abgegangen. Nach Kontrolle, Entwarnung, alles trocken.

20.Januar 2016 | Knochenmarkentnahme am Beckenknochen – zum Glück wusste ich vorher nicht vorauf ich mich da einlasse – ein Wunder dass da kein Erdöl herausspritzte .. Nie mehr wieder ohne Vollnarkose .. Danke!

22.Januar 2016 | PET/CT – Details

25.Januar 2016 | Implantation Port-a-cath – das ist ein künstlicher Venenzugang unterhalb des Schlüsselbeins, damit die Armvenen während der Chemotherapie heile bleiben – auf Deutsch Portkatheter.

26.Januar 2016 | Besprechung mit dem Onkologen über die Ergebnisse sowie den Therapieverlauf – Ergebnis – PET Diagnose hat etwas am dritten Lendenwirbel ausfindig gemacht – Terminvereinbarung MRI.

28.Januar 2016 | MRI Wirbelsäule.

01.Februar 2016 | Therapiebesprechung beim Onkologen – Diagnose Hodgkin-Lymphom 2B (B = Nachtschweiss) – Therapie ABVD 4 Zyklen, danach Bestrahlung (Dosis wird erst nach der Chemo bestimmt) – Beginn erster Zyklus – erste Chemotherapie – Dings am Lendenwirbel undefinierbar.

08.Februar 2016 | Blutuntersuchung beim Onkologen – alles im Bereich des „Normalen“ – Wohlbefinden sehr gut.

15.Februar 2016 | Termin zur zweiten Chemotherapie – Blutkontrolle – Leukozyten sind zu tief – 1.8 – Chemo kann nicht durchgeführt werden – Zwei Tage je eine Neupogenspritze in den Bauch – hatte trotz Schmerzmittel ununterbrochen Rückenschmerzen.

17.Februar 2016 | erneuter Termin zur zweiten Chemo – Blutkontrolle – alles in Ordnung – zweite Chemotherapie.

20.Februar 2016 | Samstag | Wohlbefinden suboptimal – Körpertemperatur 38,4°C – Absprache mit dem Notfallonkologen – Selbsteinweisung ins Spital – Nach etlichen Blutentnahmen, einer einstündigen Turn- und Kraftübung diverser Pflegemenschen an meinem Port – bis das benötigte Blut draussen war – und der Abgabe einer Familienpackung eines Antibiotikums, Abfahrt nach Hause mit schmerzender Brust und Schulter.

21.Februar 2016 | Sonntag | Wohlbefinden noch suboptimaler – 39°C Fieber – schon wieder in der Notaufnahme – keiner kommt meinem Port zu nahe .. sonst tut s weh, aber nicht mir ! – Stationäre Aufnahme – zartes Einflössen von Antibiotika und fiebersenkenden Mitteln durch einen Venenzugang im Arm..

22.und 23. Februar 2016 | Das Fieber lässt sich nicht bändigen – Berg- und Talfahrt nach Belieben – CT der Lunge – alles sauber – Leukozyten 0.8 – Einzelzimmer mit Aussicht und Vollpension – rundum Paket – Leben wie Gott in Frankreich.

24.Februar 2016 | Körpertemperatur normalisiert sich – ganzer Tag ohne Fieber – Morgen gehts hoffentlich nach Hause …

Das wars. Den weiteren Weg findest du in den Beiträgen ..

bis bald …… Adrian

Übrigens .. Unendlichen Dank meinen Liebsten, ohne Euch wäre dieser Weg nicht zu bewältigen !!